Senatorin: ?Wir werden künftig für bessere Vorbereitung sorgen?
Christa Goetsch, Senatorin für Schule, Berufs- und Weiterbildung und Zweite Bürgermeisterin
Nach den teilweise schlecht ausgefallenen Mathematik-Vergleichsarbeiten der 10. Klassen an Hamburgs Gymnasien hat die Behörde für Schule und Berufsbildung entschieden, in Abstimmung mit den Schulen eine Neubewertung der Ergebnisse vorzunehmen. ?Der Notenschnitt hat sich angemessen verbessert?, sagte Hamburgs Bildungssenatorin Christa Goetsch am Freitag. ?Grund der schlechten Ergebnisse war die ungenügende Vorbereitung der Lehrkräfte und der Schülerinnen und Schüler auf die zentral gestellten Aufgaben. Das bedauere ich sehr und habe Konsequenzen gezogen.?
Für die Neubewertung hatte die Bildungsbehörde an ausgewählten Test-Schulen diejenige Aufgabe gestrichen, bei der die Schülerinnen und Schüler jeweils die geringste Punktzahl erreicht hatte. Die verbliebenen Punkte wurden addiert und die Arbeit nach der Bewertungsskala den Zensuren zugeordnet. Die Durchschnittsergebnisse an den Test-Schulen verbesserten sich damit um eine halbe Note je Schüler, die einschließlich der mündlichen Prüfung mit 40% in die Note des Mittleren Bildungsabschlusses einfließt. Mit diesem Verfahren sollen jetzt sämtliche geschriebenen Arbeiten neu benotet werden.
?Wir haben als Problem erkannt, dass die jetzt gestellten Aufgaben nicht ausreichend getestet worden waren, um Schwächen festzustellen und im Unterricht den Stoff entsprechend zu wiederholen?, sagte die Senatorin. Das werde umgehend geändert. Die Behörde werde in Zusammenarbeit mit den Schulen dafür sorgen, dass die 10. Klassen künftig auf die am PISA-Standard und den Kompetenzstufen der Kultusministerkonferenz orientierte Aufgabenstellung vorbereitet werden. ?Grundsätzlich wird es weiterhin Vergleichsarbeiten geben, weil sie ein sinnvolles Instrument für die Erhebung des Lernstands sind; als Abschlussarbeiten stehen sie aber auf dem Prüfstand.?
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Korrektur der Leistungsbewertung - Schulbrief an die Hamburger Gymnasien
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Bundesland: Hamburg Datum: 16.06.2008 Quelle: Pressestelle des Senats