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QC"Quality Control of Feed Ingredients for Animal Feed" ist eine Erweiterung des GMP-Standards und gilt speziell für die Futtermittelindustrie, die außerhalb der Niederlande ansässig ist und die Rohstofflieferanten der Futtermittelindustrie.
QFDQuality Function Deployment ist eine Planungs- und Kommunikationsmethode. Sie wird bereits in der Entwicklungs-
phase begonnen, um möglichst alle Kundenanforderungen zu erfassen und in technische Merkmale umzusetzen. Diese Arbeitssystematik kann wesentlich zur Verkürzung der Entwicklungszeiten und zur Senkung der Entwicklungskosten beitragen.

Dabei handelt es sich um eine "Methodik anhand formalisierter Dokumente zur Systematisierung der umfassenden Qualitätsplanung in Zusammenhang mit der Erstellung eines Angebotsprodukts unter ständiger Berücksichtigung der Erfordernisse des Kunden." Der praktische Einsatz ist an einige Rahmenbedingungen gebunden, um einen reibungslosen und effizienten Einsatz zu gewährleisten. Häufig im Bereich Entwicklung angewandte Methoden sind "Design of Experiments (DoE)", Shainin- und Taguchi-Methoden. (siehe auch "Qualitäts- und Leistungssteigerung in den Prozessen der Produktentstehung durch den Einsatz von QFD" und Lehrpfad "QFD")
QFD-TransferDie in den Dokumentationen von QFD erstellten Charts des House of Quality zeigen die Ergebnisse aus den Fragen, was die Kunden von dem zukünftigen Produkt erwarten und wie diese Kundenanforderungen im Unternehmen realisiert werden können.

Das so gesammelte und dargestellte Wissen der Teammitglieder lässt sich nach dieser Methodik in den Phasen Produkt-Design (Produktplanung), Funktion- und Teilelayout, Prozessplanung bis zur Produktionsplanung zur Serienfertigung systematisch aufbereiten und verwenden. Lastenheft/Pflichtenheft.

Der komplette Transfer ist nur bei sehr weit fortgeschrittenen QFD-Anwendern vorzufinden. Der QFD-Transfer könnte unter Ausnutzung des "Synergieeffektes" in allen Phasen des Produktentstehungsprozesses wirksam werden.Vielfach beschränkt man sich bei Pilotanwendungen zunächst auf den Transfer bis zum gemeinsam erstellten
QM-BewertungIn festgelegten Zeitabständen muss die oberste Leitung des Lieferanten das QM-System bewerten; die Zeitabstände müssen so gewählt werden, dass die Eignung und Wirksamkeit bei der Erfüllung der Forderungen dieser Internatio-
nalen Norm sowie der festgelegten Qualitätspolitik und -ziele sichergestellt werden kann. Aufzeichnungen über solche Bewertungen müssen aufbewahrt werden. Man versteht unter QM-Bewertung die formelle Bewertung des Standes und der Angemessenheit des QM-Systems bezüglich der Qualitätspolitik und der Qualitätsziele durch die oberste Leitung.

Die QM-Bewertung kann also eine Bewertung der Qualitätspolitik einschließen. Eine der möglichen Informationsquellen für eine QM-Bewertung sind die gewonnenen Ergebnisse durch Qualitätsaudits. Der Ausdruck "oberste Leitung" bezeichnet die Leitung derjenigen Organisation, deren QM-System bewertet wird. Die festgelegten Zeitabstände bedeuten "mindestens einmal jährlich". Es genügt nicht, regelmäßige, protokollierte Sitzungen zur Qualitätslage abzuhalten, da dies in der Regel produktionsbezogene Besprechungen sind. Durch den Zwang zur Einbeziehung der Ergebnisse der internen Audits wird erreicht, dass alle QM-Elemente in die Bewertung eingehen.

Zu den Ergebnissen der QM-Bewertung gehören die Überprüfung der Qualitätspolitik und die Fortschreibung der Qualitätsziele. Die QM-Bewertung ist aufzuzeichnen und aufzubewahren. Diese Aufzeichnung muss das Systems kurz bewerten, ferner eine Aussage zur Qualitätspolitik und zu den Qualitätszielen für den folgenden Zeitraum enthalten. Bei diesen Aufzeichnungen werden in Zertifizierungsaudits oft Mängel vorgefunden, so dass das Element "Verantwortung der Leitung" sehr häufig zu Abweichungsberichten Anlass gibt.
QM-Handbuch(QMH, Qualitätsmanagement-Handbuch) Dokumentation der Tätigkeitsfelder eines Unternehmens, der Aufbau- und Ablauforganisation. Darstellung der Unternehmensleitlinien sowie konkreten Unternehmensziele. Das QM-Handbuch beschreibt über alle Prozesse hinweg "Wer macht was?" Es gliedert sich nach wesentlichen Prozessen und nennt alle bereichsübergreifenden Detailregelungen (s. Verfahrensanweisung).
QM-System(QMS, Qualitätsmanagementsystem) Gesamtheit aller Tätigkeiten bzw. Abläufe, die zueinander in Beziehung stehen. Gesamtheit aller dokumentierten Spielregeln, die zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen. Werkzeugkasten mit Prozessbeschreibungen zur Verbesserung organisatorischer und/oder technischer Abläufe. Ein QM-System gliedert sich nach wesentlichen Prozessen. Das QM-System nennt und beschreibt alle bereichs- oder abteilungsüber-
greifenden Detailregelungen (s. Verfahrensanweisung).

Gleichzeitig legt ein QM-System dar, wie Abläufe organisiert und Schnittstellen definiert sind. QM-Systeme haben deshalb den Charakter von- Spielregeln- Standards- Schnittstellenvereinbarungen. Sie beinhalten firmenspezifisches Know-how und stellen Hilfsmittel zur systematischen Fehleranalyse dar. Dadurch erleichtern sie das Aufzeigen von "Verschwendung" (von Zeit, Material, Energie, Informationen).
QM-Systeme für Medizinproduktesiehe DIN EN ISO 13485 bzw. 13488
QS 9000Qualitätsmanagement für die Automobilindustrie nachQS 9000 und VDA 6.1, 6.2, 6.4

Aufgrund erhöhter Qualitätsanforderungen hat die Automobilindustrie Ihre Zulieferfirmen aufgefordert, auf der Grundlage der Norm ISO 9001 / 2 eine ergänzende Zertifizierung durchführen zu lassen. Dabei entstanden länderspezifische Forderungskataloge der Automobilhersteller wie z. B.:
QS-9000 der Automobilhersteller in den USA VDA 6.1 vom Verband der Automobilindustrie e.V., Deutschland EAQF der Automobilhersteller in FrankreichAVSQ der Automobilhersteller in Italien. Als umfangreiche Erweiterungen zur VDA 6.1 wurden die VDA 6.2, der Qualitätsstandard für die Lieferanten von Dienstleistungen für die Automobilindustrie und die VDA 6.4, der Qualitätsstandard für die Lieferanten von Produktionsmitteln für die Automobilindustrie.

Die Hersteller in den USA haben als Ergänzung/Weiterentwicklung zu QS-9000 die TE-9000 (Tooling and Equipment Supplement) für Lieferanten von Werkzeugen und Ausrüstungen herausgegeben (Quelle: BVQI) QS 9000. Aufbauend und ergänzend sind in diesem Modell für Qualitätsmanagement Forderungen speziell für die Automobil- und Zulieferindustrie durch große US - Unternehmen ("Big Three": "Ford GM, Daimler-Chrysler" fixiert worden. Eine große Anzahl weiterer OEM fordert von seinen Lieferanten ebenfalls den Nachweise der QS 9000. Für die meisten Auftragnehmer in der Automobilbranche ist dieses Modell inzwischen als verbindlich zu betrachten..

Basierend auf der ISO 9000 werden branchen- und kundenspezifische Anforderungen bzw. produkt- und prozess-, sowie managementbezogene Forderungen definiert und im Rahmen der Zertifizierung überprüft. Die Regelungen bzw. Anforderungen liegen inzwischen nicht nur mehr für Systemlieferanten vor, sondern wurden erweitert auf die Unterauftragnehmer und die Lieferanten von Werkzeugen und Ausrüstungen.

Die Forderungen an Dienstleister stehen ebenfalls in den Startlöchern. Das gesamte Regelwerk wird ergänzt und untermauert durch begeleitende Anleitungen z.B. zum Qualitätsvorausplanungsprozess, zur FMEA, zur SPC, zur Messmittelfähigkeitsuntersuchung, zur Produktionsteilfreigabe. Durch die gesamte Konzeption des QS 9000 wird ersichtlich, dass hier ein umfassendes Regelwerk für Serienfertigung vorliegt, von dem aber durchaus Impulse auch für andere Fertigungsstrategien ausgehen

Heute wird diese Norm durch die ISO/TS 16949 abgelöst um einen einheitlichen Standard zu haben. ( siehe ISO/TS 16949)
QualifikationEs ergibt sich die Notwendigkeit, den Bedarf zu ermitteln für Qualifikation von Personal, zu dessen Aufgabenbereich spezialisierte Arbeiten, Prozesse und Qualitätsprüfungen gehören. Insbesondere für sicherheitsbezogene Arbeit sollte dieser Bedarf ermittelt und erfüllt werden.

Der Bedarf für regelmäßiges Beurteilen und/oder Verlangen von Darlegungen der Fertigkeiten und/oder Fähigkeiten sollte angesprochen werden, wobei auch geeignete Ausbildung, Schulung und Erfahrung thematisiert werden sollte.
QualifizierungsprozessProzess zur Darlegung, ob eine Einheit zur Erfüllung der festgelegten Qualitätsforderung fähig ist.
QualitätUnter Qualität wird die Beschaffenheit einer Einheit bezüglich der Qualitätsforderung verstanden. Qualität ist die "Gesamtheit von Merkmalen (und Merkmalswerten) einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen". Die Beziehung zwischen realisierter Beschaffenheit und Einzelforderungen steht also stets im Mittelpunkt der Qualitätsbetrachtung.


Nach Europanorm ISO 8402 ist Qualität die Gesamtheit von Merkmalen (und Merkmalswerten) einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesagte Erfordernisse zu erfüllen. Während Qualität traditionell als eine Eigenschaft von Produkten oder Dienstleistungen verstanden wurde, also die Erfordernisse der Kunden im Vordergrund
standen, erstreckt sich der Qualitätsbegriff im Rahmen von Total - Quality - Konzepten über ganze Unternehmen. Neben die Kundenanforderungen treten die Anforderungen von Mitarbeitern, Kapitalgebern und Öffentlichkeit an das Management, an deren Erfüllung sich die umfassende Qualität eines Unternehmens (Total Quality) misst.
QualitätsüberwachungStändige Überwachung und Verifizierung des Zustandes einer Einheit sowie Analyse von Aufzeichnungen, um sicherzustellen, dass festgelegte Qualitätsforderungen erfüllt werden. Qualitätsüberwachung kann durch den Kunden selbst oder in seinem Auftrag durchgeführt werden. Sie kann Beobachtungs- und Überwachungstätigkeiten umfassen, die der Verschlechterung oder Beeinträchtigung einer Einheit eines Prozesses vorbeugen können.
QualitätsauditorZur Durchführung von Qualitätsaudits qualifizierte Person.
QualitätsberichtKomprimierte, verdichtete Darstellung der Qualitätsfähigkeit.
QualitätsbewertungUnter diesem Begriff versteht man eine systematische Untersuchung, die abklären soll, inwieweit eine Einheit fähig ist, die festgelegte Qualitätsforderung zu erfüllen. Eine solche Qualitätsbewertung kann zur Feststellung der Qualitätsfähigkeit eines Lieferanten benutzt werden. In diesem Fall kann das Ergebnis der Qualitätsbewertung für eine Qualifikation, eine Genehmigung, eine Registrierung, Zertifizierung oder Akkreditierung eingesetzt werden.

Je nach Anwendung und Zeitpunkt der Qualitätsbewertung (z. B. Prozess, Personal, System) kann dem Begriff Qualitätsbewertung ein zusätzliches Bestimmungswort vorangestellt werden wie etwa "vorvertragliche Prozess-Qualitätsbewertung". Eine umfassende Lieferanten-Qualitätsbewertung kann auch dazu verwendet werden, um eine Abschätzung der finanziellen und technischen Mittel vorzunehmen. Im angloamerikanischen Sprachgebrauch wird unter spezifischen Umständen die Qualitätsbewertung als "quality assessment", "quality appraisal" oder "quality survey" bezeichnet. Die Lieferantenbewertung ist eine laufende Qualitätsbewertung der bereits festgelegten und akzeptierten Lieferanten.

Im vorvertraglichen Bereich werden heute häufig Nachweise zum QM-System verlangt, wobei u. a. mit Vorlage einer Zertifizierung geantwortet werden kann. Lieferantenaudits sind ein weiteres Instrument, um sich Klarheit über die Vertrauenswürdigkeit eines Lieferanten zu verschaffen.
Qualitätsbezogene KostenMan versteht darunter Kosten, die durch die Gewährleistung zufriedenstellender Qualität und durch das Schaffen von Vertrauen, dass die Qualitätsforderungen erfüllt werden, entstehen, ebenso wie auch Verluste infolge des Nichterreichens zufriedenstellender Qualität.
Qualitätsbezogene VerlusteIn Prozessen und bei Tätigkeiten dadurch verursachte Verluste, dass verfügbare Mittel nicht ausgeschöpft werden. Anmerkung:
Einige Beispiele für qualitätsbezogene Verluste sind:
-Verluste der Kundenzufriedenheit
-versäumte Gelegenheiten zu Wertsteigerungen für den Kunden, für die Organisation oder für die Gesellschaft
-eine Vergeudung von Mitteln und Material.
Qualitätsbezogenes DokumentDokument mit einer Anweisung für eine Tätigkeit des Qualitätsmanagements oder mit einer Qualitätsforderung an ein Produkt oder mit Aufzeichnungen über die jeweiligen Ergebnisse der Qualitätsprüfungen.
Qualitätselement»Beitrag zur Qualität eines materiellen oder immateriellen Produkts aufgrund des Ergebnisses einer Tätigkeit oder eines Prozesses in einer der Planungs-, Realisierungs- oder Nutzungsphasen bzw. einer Tätigkeit oder eines Prozesses aufgrund eines Elements im Ablauf dieser Tätigkeit oder dieses Prozesses. (DIN 55350, August 1995, Nr. 6)

Die DIN 55350, August 1995, definiert zusätzlich unter Ziffer 11 den Begriff QM-Element: »Element des Qualitätsmanagements oder eines QM-Systems.«

Eine verbreitete Systematik der Qualitätselemente findet sich in der DIN EN ISO 9001, Abschnitt 4, Stand August 1994:
1. Verantwortung der Leitung
2. Qualitätsmanagementsystem
3. Vertragsprüfung
4. Designlenkung
5. Lenkung der Dokumente und Daten
6. Beschaffung
7. Lenkung der vom Kunden beigestellten Produkte
8. Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von Produkten
9. Prozesslenkung
10. Prüfungen
11. Prüfmittelüberwachung
12. Prüfstatus
13. Lenkung fehlerhafter Produkte
14. Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen
15. Handhabung, Lagerung, Verpackung, Konservierung und Versand
16. Lenkung von Qualitätsaufzeichnungen
17. Interne Qualitätsaudits
18. Schulung
19. Wartung
20. Statistische Methoden
QualitätsfähigkeitEignung einer Organisation oder ihrer Elemente zur Realisierung einer Einheit, die Qualitätsforderung an diese Einheit zu erfüllen. Tätigkeiten kann man (während ihres Ablaufs) kaum unmittelbar qualitätsfähiger machen, sondern nur die Verfahren, nach denen die Tätigkeiten ausgeführt werden: und außerdem diejenigen, welche die Tätigkeiten ausführen. Das sind die Menschen und die Maschinen im weitesten Sinn, also Personen und Einrichtungen.

Produkte kann man durchaus qualitätsfähiger machen. Beispielsweise kann man für ein Teil eines materiellen Produkts ein neues Material einsetzen, das im Vergleich mit dem bisher eingesetzten Material dazu führt, dass bei einem oder bei mehreren Qualitätsmerkmalen wesentlich weniger Rationalisierungs-Probleme entstehen als bisher. Das QM-System kann man ebenfalls qualitätsfähiger machen.

Das ist auf dreierlei Arten möglich: Man kann sowohl die Menschen als auch die Einrichtungen als auch die QM-Verfahrensanweisungen qualitätsfähiger machen. Dass man Personen durch motivierte Fortbildung qualitätsfähiger machen kann, unterliegt keinem Zweifel.
QualitätsförderungVerbessern der Qualitätsfähigkeit: Bei der Qualitätsförderung wird die Qualitätsfähigkeit verbessert. Einheiten, auf die Maßnahmen der Qualitätsförderung angesetzt werden können, sind Produkte Verfahren, Einrichtungen und Personen. Die Einheiten können unter folgenden Gesichtspunkten betrachtet werden:

· Tätigkeiten kann man (während ihres Ablaufs) kaum unmittelbar qualitätsfähiger machen, sondern nur die Verfahren, nach denen die Tätigkeiten ausgeführt werden: und außerdem diejenigen, welche die Tätigkeiten ausführen. Das sind die Menschen und die Maschinen im weitesten Sinn, also Personen und Einrichtungen.

· Produkte kann man durchaus qualitätsfähiger machen. Beispielsweise kann man für ein Teil eines materiellen Produkts ein neues Material einsetzen, das im Vergleich mit dem bisher eingesetzten Material dazu führt, dass bei einem oder bei mehreren Qualitätsmerkmalen wesentlich weniger Rationalisierungs-Probleme entstehen als bisher.

· Das QM-System kann man ebenfalls qualitätsfähiger machen. Das ist auf dreierlei Arten möglich: Man kann sowohl die Menschen als auch die Einrichtungen als auch die QM-Verfahrensanweisungen qualitätsfähiger machen.

· Dass man Personen durch motivierte Fortbildung qualitätsfähiger machen kann, unterliegt keinem Zweifel. Die Qualitätsförderung in Bezug auf die Qualitätsfähigkeit der Mitarbeiterinnen ist für die Zukunft der Organisation existenzwichtig und deshalb eine langfristig wirkende Investition. Motivation und Wissensvermittlung sind die zwei Ziele, die die Qualitätsförderung benennt. Die beiden Ziele sind als Einheit zu betrachten und im Grunde nicht separierbar. Allerdings greift mehr und mehr eine Denkrichtung um sich, welche das Schwergewicht in der Motivierung sieht. Das ist sehr ernst zu nehmen.: Aber ohne mehr Wissen wird man im allgemeinen bedeutend mehr leisten, wenn man besser motiviert ist. Dabei sollte jedoch berücksichtigt werden, dass beide Ziele stets gemeinsam angestrebt werden. Denn bei gleicher Motivierung ist die sachliche und damit auch der wirtschaftliche Erfolg ohne jeden Zweifel bei demjenigen besser, der seine Aufgaben fachkundiger angeht.
QualitätsforderungGesamtheit der betrachteten Einzelforderungen an die Beschaffenheit einer Einheit in der betrachteten Konkretisierungsstufe der Einzelforderungen. Formulierung der Erfordernisse oder deren Umsetzung in eine Serie von quantitativ oder qualitativ festgelegten Forderungen an die Merkmale einer Einheit zur Ermöglichung ihrer Realisierung und Prüfung". Entscheidend ist dabei, dass die Qualitätsforderung die festgelegten und vorausgesetzten Erfordernisse des Kunden widerspiegelt. Der Begriff Forderung erfasst marktbegründete, vertragliche und interne Forderungen einer Organisation.

Sie können in den unterschiedlichen Planungsstufen entwickelt, präzisiert und aktualisiert werden. Quantitativ festgelegte Forderungen enthalten Nennwerte, Bemessungswerte, Grenzabweichungen und Toleranzen. Die Qualitätsforderung sollte in funktionalen Bedingungen ausgedrückt und dokumentiert werden.Das wichtigste Merkmal für qualitätsbestimmende Forderungen ist, dass diese messbar in Prüfpläne mit aufgenommen und mit Toleranzen versehen werden. Derartige Prüfpläne sind nicht nur zwingender Aufwand eines Labors oder produktionsfremder Prüfer, sondern sie werden auch für alle Prozessselbstkontrollen als Kriterien zur Steuerung und Entscheidung benötigt.
QualitätskreisBegriffsmodell, das die zusammenwirkenden Tätigkeiten enthält, welche die Qualität beeinflussen, und zwar von der Feststellung der Erfordernisse bis zur Feststellung, ob diese Erfordernisse erfüllt worden sind. Der Qualitätskreis ist ein stark vereinfachendes Modell, da er ein Bild eines nacheinander laufenden Prozesses darstellt: Demnach hätte jeder Bereich nur zwei Schnittstellen.
Tatsächlich ist die Praxis komplexer, da z. B. Marketing, Forschung, Anwendungstechnik, Produktion und Qualitätssicherung häufig gemeinsam an bestimmten Versuchsphasen arbeiten und beraten. Mehr oder weniger ausgeprägt ist daher eine Vernetzung aller beteiligten Bereiche.
QualitätslenkungArbeitstechniken und Tätigkeiten, die zur Erfüllung von Qualitätsforderungen angewendet werden.
QualitätsmanagementDerjenige Aspekt der Gesamtführungsaufgabe, welcher Qualitätspolitik festlegt und zur Ausführung bringt.
QualitätsmanagementplanDokument in dem die spezifischen qualitätsbezogenen Arbeitsweisen und Hilfsmittel sowie der Ablauf der Tätigkeiten im Hinblick auf ein einzelnes Produkt, ein einzelnes Projekt oder einen einzelnen Vertrag dargelegt sind.
QualitätsmerkmalEin für die Qualität mitbestimmendes Merkmal.
QualitätsplanungTätigkeiten, welche die Ziele und Qualitätsanforderungen sowie die Forderungen für die Anwendung der Elemente des QM-Systems festlegen. Qualitätsplanung umfasst dabei: die Planung bezüglich des Produkts (Identifizierung, Klassifizierung und Gewichten der Qualitätsmerkmale; Festlegen der Ziele, der Qualitätsforderungen und der einschränkenden Bedingungen); die Planung bezüglich der Führungs- und Ausführungstätigkeiten (Vorbereiten der Anwendung des QM-Systems mit Ablauf- und Zeitplänen); das Erstellen von QM-Plänen und das Vorsehen von Qualitätsverbesserung.Qualitätsplanung zum QM-System: Der Lieferant muss festlegen, wie er die Qualitätsforderung an die Produkte erfüllen will.

Qualitätsplanung muss mit allen anderen Forderungen an ein QM-System übereinstimmen. Sie muss in einer Struktur dokumentiert werden, die der Arbeitsmethode des Lieferanten entspricht. Der Lieferant muss in angemessener Weise die folgenden Aspekte bedenken, um die festgelegten Forderungen zu erfüllen:
- das Ausarbeiten von QM-Plänen;
- das Bereitstellen von Lenkungsmaßnahmen, Prozessen, Einrichtungen, Mitteln und Fertigkeiten, die zur Erfüllung der Qualitätsforderung benötigt werden;
- Verträglichkeit des Designs, des Produktionsprozesses, von Montage, Wartung, Prüfverfahren und der zugehörigen Dokumentation;
- Aktualisierung der Qualitätslenkungs- und Prüfverfahren sowie Entwicklung neuer Geräteausstattungen;
- Forderungen an die Messtechnik einschließlich derjenigen, die dem bekannten Stand der Technik voraus ist, um Spielraum für die Entwicklung der benötigten Fähigkeiten zu haben;
- geeignete Verifizierung an zweckmäßigen Stellen der Produktrealisierung;

· die Festlegung von Annahmekriterien bezüglich aller Merkmale und Forderungen, eingeschlossen diejenigen, die ein subjektives Element enthalten;- Führen von Qualitätsaufzeichnungen. QM-Pläne können in Form eines Verweises auf die passenden Verfahrensanweisungen bestehen, da diese fester Bestandteil des QM-Systems des Lieferanten sind.
QualitätspolitikAbsichten und Zielsetzungen einer Organisation zur Qualität; formell kommen diese Absichten und Zielsetzungen durch die oberste Leitung zum Ausdruck.
QualitätsprüfungFeststellen, inwieweit eine Einheit die Qualitätsforderung erfüllt.
Qualitätsregelkarte (QRK)Formblatt zur grafischen Darstellung von Werten, die bei der Prüfung einer Reihe von Stichproben aus einem fortlaufenden Fertigungsprozess ermittelt werden. Bei der herkömmlichen QRK wird eine Funktion des aktuellen Stichprobenvektors als Prüfgröße für den Parametertest verwendet. Eine Verbesserung stellt daher die KUSUM-Karte dar.
QualitätssicherungUnter Qualitätssicherung ist jede geplante und systematische Tätigkeit zu verstehen, die innerhalb des QM-Systems verwirklicht wird und die dargelegt wird, um Vertrauen dahingehend zu schaffen, dass eine Einheit die Qualitätsforderung erfüllen wird. Für die Qualitätssicherung/QM-Darlegung gibt es sowohl externe wie interne Gründe: a) Interner Zweck der Qualitätssicherung/QM-Darlegung ist, innerhalb einer Organisation der Führung Vertrauen zu schaffen;
b) Externer Zweck der Qualitätssicherung/QM-Darlegung ist, in vertraglichen oder anderen Situationen den Kunden oder anderen Vertrauen zu verschaffen.
Dabei stehen einige Maßnahmen von Qualitätslenkung und Qualitätssicherung/QM-Darlegung zueinander in Wechselbeziehungen. Wenn die Qualitätsforderung (an das Produkt) die Erfordernisse des Anwenders nicht in vollem Umfang widerspiegelt, ist es nicht möglich, durch Qualitätssicherung/QM-Darlegung ausreichendes Vertrauen zu schaffen.
Qualitätssicherungs-NachweisforderungForderung eines Nachweises über die Realisierung von Elementen eines Qualitässicherungssystems gegenüber dem Auftraggeber bei vertraglichen Vereinbarungen, oder gegenüber einer zuständigen Stelle bei gesetzlichen Auflagen.
QualitätssicherungsplanDarunter ist ein Dokument zu verstehen, "welches die speziellen Elemente der Qualitätssicherung sowie die Zuständigkeiten, sachlichen Mittel und Tätigkeiten festlegt, die für ein materielles oder immaterielles Produkt, einen Vertrag oder ein Projekt vorgesehen sind." Diese Aussage lässt sich ohne weiteres als die Forderung nach einem QM-Handbuch verstehen.
QualitätssicherungssystemDie festgelegte Ablauf- und Aufbauorganisation zur Durchführung der Qualitätssicherung sowie die hierfür erforderlichen Mittel.
QualitätssteigerungVerschärfen und/oder Ausweiten einer Qualitätsforderung durch Verschärfen und/oder Hinzufügen von Einzelforderungen.
QualitätstechnikAnwendung wissenschaftlicher und technischer Kenntnisse sowie von Führungstechniken für das Qualitätsmanagement. Qualitätstechnik ist also derjenige Teil der Technik, dessen Ziel die Umsetzung der Qualitätsforderungen ist.
QualitätsverbesserungÜberall in der Organisation ergriffene Maßnahmen zur Erhöhung der Effektivität und Effizienz von Tätigkeiten und Prozessen, um zusätzlichen Nutzen sowohl für die Organisation als auch für ihre Kunden zu erzielen. "In der Praxis wird diese Qualitätsverbesserung durch interne Audits und die daraus gewonnenen Korrekturmaßnahmen, ferner durch Korrekturen nach Fehlern, externen Reklamationen und durch statistische Erkenntnisse erreicht.

Vorbeugungsmaßnahmen erfolgen vor Eintritt eines Fehlers, oft auf Basis von Risikoanalysen. Organisatorisch sind außerdem Qualitätszirkel, leistungsbezogene Lohnsysteme und das betriebliche Vorschlagswesen verbreitet. Mit dieser Aufzählung soll nur angedeutet werden, dass zahlreiche Möglichkeiten bestehen, um kontinuierlich Qualitätsverbesserung zu betreiben.
QualitätszieleVon der Unternehmensleitung festgelegte Ziele des Qualitätsmanagements
Qualitätszirkel(japanisch: Jishu Kanris) Innerbetriebliche Arbeitskreise, die das große Potential von Wissen, Ideenreichtum, Erfahrung und Verantwortungsbereitschaft der Mitarbeiter aktivieren. Dadurch lassen sich neben der Qualität der Produkte auch die Leistungspotentiale der Mitarbeiter und das Betriebsklima verbessern.
Quality Function Deployment (QFD)QFD ist eine Planungs- und Kommunikationsmethode. Sie wird bereits in der Entwicklungsphase begonnen, um möglichst alle Kundenanforderungen zu erfassen und in technische Merkmale umzusetzen.Diese Arbeitssystematik kann wesentlich zur Verkürzung der Entwicklungszeiten und zur Senkung der Entwicklungskosten beitragen.

Dabei handelt es sich um eine "Methodik anhand formalisierter Dokumente zur Systematisierung der umfassenden Qualitätsplanung in Zusammenhang mit der Erstellung eines Angebotsprodukts unter ständiger Berücksichtigung der Erfordernisse des Kunden." Der praktische Einsatz ist an einige Rahmenbedingungen gebunden, um einen reibungslosen und effizienten Einsatz zu gewährleisten. Häufig im Bereich Entwicklung angewandte Methoden sind "Design of Experiments (DoE)", Shainin- und Taguchi-Methoden (siehe auch "Qualitäts- und Leistungssteigerung in den Prozessen der Produktentstehung durch den Einsatz von QFD" und Lehrpfad "QFD")."

 
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