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KaizenKaizen würde übersetzt die Chance zum Guten bedeuten. Es bezeichnet für sich allein nur die Verbesserung, das heißt, dass der gegenwärtige Zustand als solcher akzeptiert und er nach einer Analyse modifiziert fortgeschrieben wird. Eine grundsätzliche Veränderung wie bei Kaikaku gibt es jedoch nicht (Tominagu, 1996). Siehe hierzu auch QM-Systeme, Kaizen.

Das japanische Wort Kaizen, das sich aus den beiden Kanji-Zeichen Kai (ändern) und Zen (Güte) zusammensetzt, bedeutet das Streben nach ständiger, systematischer und schrittweiser Verbesserung.

Kaizen ist ein humanorientierter Ansatz, da er die Motivation der Mitarbeiter und ihre Identifikation mit den Arbeitsinhalten fördert, indem sie die Möglichkeit erhalten, Prozesse mitzugestalten.

Die Umsetzung des Kaizen-Gedankens wird in Europa auch als Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) bezeichnet.
Wichtigstes Element des KVP ist der Workshop. Darin analysieren die Teilnehmer - in der Regel Mitarbeiter des zu untersuchenden Bereichs - unter Anleitung eines eigens dafür ausgebildeten Moderators die eingeführten Arbeitsprozesse und erarbeiten Verbesserungsmöglichkeiten zu festgestellten Schwachstellen. Die Realisierung der
erarbeiteten Lösungsvorschläge erfolgt in der Regel durch die Teilnehmer selbst unmittelbar im Anschluss an den Workshop.
KalibrierdiensteEs besteht ein »Multilaterales Abkommen über die Äquivalenzerklärung von Kalibrierzertifikaten vom 13.12.1990«, dem sich bisher die nachfolgend genannten Institute angeschlossen haben (Stand 1992):

Dänemark: Statens Tekniske Provenaevn (STP), Kopenhagen
Deutschland: Deutscher Kalibrierdienst (DKD), Braunschweig
Finnland: Mittauspalvelu (MSF), Helsinki
Frankreich: SystÆme des Chaines d"Ætalonnage, Paris
Großbritannien (UK): National Measurement Accreditation Service (NAMAS), Teddington
Italien: Servizio di Taratura in Italia (SIT), Turin
Niederlande: Nederlandse Kalibratie Organisatie (NKO), Delft
Schweden: Svensk Mätplatsorganisation (SMO), Bor s
Schweiz: Swiss Calibration Service (SCS), Wabern
KalibrierungErmitteln der systematischen Messabweichungen einer Messeinrichtung ohne Veränderung der Messeinrichtung.
KalkulationsschemaUm die Kosten eines Produkts oder einer Dienstleistung zu ermitteln, bedient man sich eines Kalkulationsschemas, das aufzeigt, wie die einzelnen Kostenelemente zusammenzufügen sind. Das bekannteste dieser Schemata, das auf der Methode der Bezugsgrößenkalkulation basiert, hat folgende Struktur:

Kalkulationsschema (herkömmlich) Proportionalkostenrechnung Vollkostenrechnung

Einzelmaterialkosten
Materialgemeinkosten
proportionale Fertigungskosten
Strukturkosten der Fertigung
Fremdleistungskosten
Sondereinzelkosten der Fertigung
Produktkosten volle Herstellkosten
Sondereinzelkosten des Vertriebs
Vertriebsstrukturkosten
(Vertriebsgemeinkostenzuschlag)
Verwaltungsstrukturkosten
(Verwaltungsgemeinkostenzuschlag)
volle Selbstkosten

Die Werte, die sich aus der Proportionalkostenrechnung (oder Produktkostenrechnung) egeben, werden für die Erstellung der Deckungsbeitragsrechnung benötigt, diejenigen der Vollkostenrechnung für die Bestandsbewertung, bzw. für die Bestimmung kostengestützter Verkaufspreisziele. Aus diesem Grund ist diese Kalkulation für jede Einheit im Artikelstamm - für alle Halbfabrikate und für jeden hergestellten Artikel - durchzuführen.
Kalkulatorische KostenKalkulatorische Kosten sind Kostenarten, die nicht direkt einer Aufwandsart der Finanzbuchhaltung entsprechen, weil sie entweder von dieser abgegrenzt werden oder ihnen kein direkter Aufwand gegenübersteht. Oft handelt es sich um Opportunitätskosten, das sind Kosten entgehender Gelegenheit, Zinsen oder Lohn zu verdienen.

Die bekanntesten davon sind:

1. kalk. Sozialleistungskosten (zur Belastung der Kostenstellen mit einer einzigen Kostenart für die Vielzahl von
Sozialaufwandsarten, die der Stellenleiter nicht selbst direkt beeinflussen kann.
2. kalk. Abschreibungen
3. kalk. Zinsen
4. kalk. Unternehmerlohn
5. kalk. Wagniskosten

In der Finanzbuchhaltung werden als Zinsen nur Beträge berücksichtigt, die an Fremdkapitalgeber bezahlt werden. Im betrieblichen Rechnungswesen will man den Zinskosten des gesamten Kapitals, also auch des Eigenkapitals, Rechnung tragen, weshalb für das betriebsnotwendige Vermögen ein kalkulatorischer Zinssatz angesetzt wird. Im besten Falle werden die kalkulatorischen Zinsen analytisch geplant, was zu einem Gewinnbedarfsplan und zu einem ROI-Ziel führt.
KanbanKanban ist das japanische Wort für Karte oder Zeichen. Ein Kanban ist ein Träger von Informationen, der mit dem Produkt durch die Fertigung läuft und die notwendigen Arbeitsanweisungen enthält. Ein Kanban kann aber auch eine Belieferung mit neuem Material auslösen. Es gibt also verschiedene Arten von Kanbans. Im Rahmen eines Systems dienen die Kanbans dazu, dass die benötigten Güter in der erforderlichen Menge zur richtigen Zeit produziert werden (Tominagu, 1996).
KennzahlensystemeKennzahlensysteme sind (mathematisch oder logisch verknüpfte) Kombinationen mehrerer Kennzahlen (absolute oder relative Zahlen mit besonderem Aussagewert). Kennzahlen sind aus geplanten Werten oder Istdaten ableitbar und dienen als Maßstab, um Ursache und Wirkung von Vorgängen in kausalem Zusammenhang darzustellen. Unter dem Stichwort Ziel ist eine Kennzahlenstruktur abgebildet, die im Soll - Ist - Vergleich verwendet werden kann.

Es ist eine Weiterentwicklung des bekannten ROI-Schemas von Du Pont de Nemours. Der ROI - Stammbaum (siehe Abbildung) stellt die Gesamtkapitalrentabilität (eigentlich Gesamtvermögensrentabilität) und ihre Einflußgrößen in einem rechnerisch verknüpften Zusammenhang dar. Der obere Teil, der zum EBIT (Gewinn vor Abzug von Ertragsteuern und Zinsen) führt, ist als Deckungsbeitragsrechnung aufgebaut, während der untere Teil die
Struktur des investierten Vermögens abbildet.
KompatibilitätVerträglichkeit = Kompatibilität Eignung einer Einheit unter spezifischen Bedingungen zusammen benutzt zu werden, um relevante Forderungen zu erfüllen.
KonfigurationsmanagementAus den in den verschiedensten Standards und Normen aufgeführten Definitionen seien hier nur einige wenige aufgeführt:

Die neueste, für alle Industriebereiche anwendbare Norm ISO 10007 "Qualitätssicherung, Leitfaden für Konfigurationsmanagement" definiert Konfigurationsmanagement folgendermaßen: Die technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Konfigurationsidentifizierung, Konfigurationsüberwachung, Konfigurations-
buchführung, Konfigurationsauditierung.
Der in Amerika gültige Industriestandard EIA-649 definiert Konfigurationsmanagement etwas verständlicher als das Verfahren zur Herbeiführung und ständiger Sicherstellung der Übereinstimmung der Leistungs-, Funktions- und physischen Charakteristiken eines Produkts mit den zugehörigen Anforderungen, den Ausführungen, den Ausführungsunterlagen und den für den Betrieb erforderlichen Informationen während des gesamten Lebenszyklus des Produkts.
KonformitätErfüllung festgelegter Forderungen.
Konformitätserklärung MaschinenbauNach DIN EN 45012, Mai 1990 ist darunter eine Maßnahme durch einen unparteiischen Dritten zu verstehen, "die aufzeigt, dass angemessenes Vertrauen besteht, dass ein ordnungsgemäß bezeichnetes Erzeugnis, Verfahren oder eine ordnungsgemäß bezeichnete Dienstleistung in Übereinstimmung mit einer bestimmten Norm oder einem bestimmten anderen normativen Dokument ist." Da die DIN-EN-ISO-9001-Zertifizierung nur das Bestehen eines Qualitätsmanagementsystems bestätigt, ohne damit Garantien für einzelne Produkte zu gewährleisten, ist ein Bedarf für eine Produktzertifizierung entstanden.

Letztlich interessiert den Verbraucher nicht das Wie einer Organisation, die ein Produkt bereitstellt, sondern das Was, das eine Organisation abliefert. Die Eigenschaften eines Produkts, wie Qualität, Sicherheit und Preis, sind für den Kunden entscheidend. Aufgrund dieses Regelungsbedarfs entstanden eigenständige Systeme, wie die CE-Konformitätsprüfung, die manchmal auch zur Überorganisation führen können. Die Kennzeichnung vieler und immer weiterer Produkte mit diesem CE-Kennzeichen ist Resultat einer solchen Entwicklung.

Insgesamt ist durch diese EU-Richtlinien und deren Umsetzung in nationales Recht eine Konformitätsnormierung und damit ein europaweiter Sicherheitsstandard entstanden. Dieser ist z. B. bei Spielzeug sehr sinnvoll, um Verletzungen und Vergiftungen von Kindern zu verhindern. Eine Überregelung liegt dagegen in Teilen des Medizinprodukterechts vor, wo insgesamt 400000(!) Produkte der staatlichen Überwachung unterworfen werden.

Ein Unternehmen hat je nach Risiko- und Gesetzeslage das Recht, nach Zertifizierung des Qualitätssicherungssystems eine Konformitätserklärung (Herstellererklärung) selbst abzugeben, oder es müssen sogenannte "benannte Stellen" die Konformitätsprüfungen durchführen. Für Maschinen ist die Herstellererklärung durch die EG-Richtlinie für Maschinen 89/392/EWG, Anhang IIB, vorgeschrieben. Im Gegensatz zur Systemzertifizierung, die insgesamt freiwillig ist, gehören die gesetzlich vorgeschriebenen Konformitätsprüfungen zum "geregelten Bereich". Viele Zertifizierer haben inzwischen die Qualifikation, sowohl System-Audits als auch in bestimmten Teilbereichen "CE-Zertifizierungen" durchzuführen, so dass beide Prüfungen in einem Verfahren durchgeführt werden können.
Konformitätserklärung Maschinenbau, Zertifizierung der KonfoNach DIN EN 45012, Mai 1990 ist darunter eine Maßnahme durch einen unparteiischen Dritten zu verstehen, "die aufzeigt, dass angemessenes Vertrauen besteht, dass ein ordnungsgemäß bezeichnetes Erzeugnis, Verfahren oder eine ordnungsgemäß bezeichnete Dienstleistung in Übereinstimmung mit einer bestimmten Norm oder einem bestimmten anderen normativen Dokument ist." Da die DIN-EN-ISO-9001-Zertifizierung nur das Bestehen eines Qualitätsmanagementsystems bestätigt, ohne damit Garantien für einzelne Produkte zu gewährleisten, ist ein Bedarf für eine Produktzertifizierung entstanden.

Letztlich interessiert den Verbraucher nicht das Wie einer Organisation, die ein Produkt bereitstellt, sondern das Was, das eine Organisation abliefert. Die Eigenschaften eines Produkts, wie Qualität, Sicherheit und Preis, sind für den Kunden entscheidend. Aufgrund dieses Regelungsbedarfs entstanden eigenständige Systeme, wie die CE-Konformitätsprüfung, die manchmal auch zur Überorganisation führen können. Die Kennzeichnung vieler und immer weiterer Produkte mit diesem CE-Kennzeichen ist Resultat einer solchen Entwicklung.

Insgesamt ist durch diese EU-Richtlinien und deren Umsetzung in nationales Recht eine Konformitätsnormierung und damit ein europaweiter Sicherheitsstandard entstanden. Dieser ist z. B. bei Spielzeug sehr sinnvoll, um Verletzungen und Vergiftungen von Kindern zu verhindern. Eine Überregelung liegt dagegen in Teilen des Medizinprodukterechts vor, wo insgesamt 400000(!) Produkte der staatlichen Überwachung unterworfen werden.

Ein Unternehmen hat je nach Risiko- und Gesetzeslage das Recht, nach Zertifizierung des Qualitätssicherungssystems eine Konformitätserklärung (Herstellererklärung) selbst abzugeben, oder es müssen sogenannte "benannte Stellen" die Konformitätsprüfungen durchführen. Für Maschinen ist die Herstellererklärung durch die EG-Richtlinie für Maschinen 89/392/EWG, Anhang IIB, vorgeschrieben. Im Gegensatz zur Systemzertifizierung, die insgesamt freiwillig ist, gehören die gesetzlich vorgeschriebenen Konformitätsprüfungen zum "geregelten Bereich". Viele Zertifizierer haben inzwischen die Qualifikation, sowohl System-Audits als auch in bestimmten Teilbereichen "CE-Zertifizierungen" durchzuführen, so dass beide Prüfungen in einem Verfahren durchgeführt werden können.
KonformitätszeichenDie Überwachung und Prüfung von Produkten, Produktionsabläufen und Einrichtungen soll europaweit einheitlich geregelt werden. Für das Qualitätssicherungsverfahren hat die EU ein Konzept entwickelt, das unterschiedliche Möglichkeiten der Prüfung vorsieht - das Konformitätsnachweis-Bewertungsverfahren (siehe auch CE-Zeichen).
KonformitätszertifizierungDie Konformitätszertifizierung ist eine Maßnahme durch einen unparteiischen Dritten, die aufzeigt, dass angemessenes Vertrauen besteht, dass ein ordnungsgemäß bezeichnetes Erzeugnis, Verfahren oder eine ordnungsgemäß bezeichnete Dienstleistung in Übereinstimmung mit einer bestimmten Norm oder einem bestimmten anderen normativen Dokument ist.
KontrolleKontrolle ist eine nichtdelegierbare Aufgabe von Führungskräften. Sie umfasst sowohl das Feststellen der Differenz von Soll- (Plan-) und Istwerten (Soll - Ist - Vergleich) als auch das Bestimmen von Korrekturmassnahmen wie die Überprüfung, ob die beschlossenen Maßnahmen greifen und, wenn notwendig, das Durchführen von Sanktionen. Controller interpretieren die erreichten Resultate zu Händen der Führungskräfte, nehmen ihnen aber dadurch nicht den Kontrollauftrag ab, sondern tragen dazu bei, dass die Führungskräfte zukunftsorientiert handeln und ihre Mitarbeiter auf diese Weise ansprechen.
KoordinationKoordination bedeutet Verknüpfung von Teilsystemen, insbesondere von Teilplänen. Sie kann durch Weisung, Selbstabstimmung oder Planung erfolgen. Um von einem koordinierten Planungssystem sprechen zu können, muss zeitliche, vertikale, horizontale und sachliche Koordination erfolgen.

Controller haben die Aufgabe, diese Koordination zwischen den verschiedenen Bereichen und Führungskräften über ihre Planungssysteme, die Rechnungswesensysteme, die Berichterstattung sowie über Gespräche zu gewährleisten.
KorrekturMaßnahme zur Beseitigung eines bekannten Fehlerns.
KorrekturmaßnahmenTätigkeit, ausgeführt zur Beseitigung der Ursachen eines Fehlers, Mangels oder einer anderen unerwünschten Situation, um deren Wiederkehr vorzubeugen.
Kosten / KostenrechnungKosten sind bewerteter Verzehr von Gütern und Diensten zur Erstellung betrieblicher Leistungen.

Die Bewertung richtet sich dabei nach den Bedürfnissen der Unternehmensführung (Entscheidungs- und Verantwortlichkeitsrechnung). Will man mit Kosten- und Erlösdaten Verantwortlichkeitsbetrachtungen anstellen und
Entscheidungen vorbereiten, kann man nicht auf eine klare Darstellung der Kostensachverhalte in ihrer Vernetztheit und eine regelmäßig gleiche Anwendung klar definierter Begriffe verzichten. Der Kostenwürfel ist keine neue Theorie, sondern ein Erklärungsmodell für Kostensachverhalte, das sich in der Praxis sehr gut bewährt hat. Er stellt die Kostenbegriffe in drei Dimensionen dar:

1. Produktkosten / Strukturkosten (senkrechte Denkachse);

In dieser Dimension ist für die Zwecke der Entscheidungsrechnung (Decision Accounting) zu differenzieren, welche
Kosten durch die Struktur der Produkte gegeben sind und welche durch die Struktur des Unternehmens. Produktkosten
(proportionale Kosten) sind ursächlich nötig, um das Produkt oder die Dienstleistung entstehen zu lassen. Im Gegensatz dazu stehen die Kosten, die durch die kapazitative und organisatorische Struktur des Unternehmens
definiert werden und Kosten, die nicht direkt leistungsabhängig sind, sondern durch Entscheidungen über die Leistungsbereitschaft des Unternehmens bestimmt werden. Diese Strukturkosten ?bemühen sich darum?, dass die produktiven Leistungen überhaupt erstellt werden können.

2. Beeinflussbarkeit kurz- oder mittelfristig (waagrechte Denkachse)

?Wer hat die Kompetenz und die Zeit, Kosten in ihrer Entstehung zu beeinflussen?? Dies ist die Fragestellung der Verantwortlichkeitsrechnung (Responsibility Accounting). Diese Dimension soll zeigen, welche Kostenelemente in welchem Zeitraum verändert werden können. Es gibt Produktkosten, die innerhalb eines Monats ändern können, indem z.B. ein anderer Materiallieferant oder ein anderer Mitarbeiter gesucht wird. Es gibt aber auch Produktkosten, die nur mittel- bis langfristig veränderbar sind, weil sie beispielsweise durch den Ablauf des Produktionsprozesses gegeben sind, oder weil beim Fertigungspersonal Kündigungsfristen zu beachten sind. Andererseits sind aber auch
sofort beeinflußbare Strukturkosten anzutreffen, wie zum Beispiel Inseratekosten für Produktewerbung, die von heute auf morgen abbaubar sind.

3. Einzel- und Gemeinkosten (Denkachse in die Tiefe)

Ob es sich um Einzel- oder Gemeinkosten handelt, ist vom gerade betrachteten Bezugsobjekt abhängig:
-Das Gehalt des Debitorenbuchhalters (Strukturkosten, mittelfristig beeinflußbar) gehört zu den Einzelkosten der Kostenstelle
- Buchhaltung, jedoch zu den Gemeinkosten der Produkte.
-Materialkosten für hochveredelte Teile (Produktkosten, langfristig beeinflussbar, weil nur ein Lieferant verfügbar ist) sind Einzelkosten des hergestellten Produktes.
- Werkzeugkosten für einen bestimmten Kundenauftrag sind Einzelkosten dieses Auftrags.
Die gleiche dreidimensionale Betrachtung ergibt sich auch für die erlösabhängigen Kosten. Provisionen, Erlösschmä-
lerungen, Frachten, Teile der auftragsabhängigen Vertriebskosten sind nicht mehr von der hergestellten Menge, sondern von Absatzzusammensetzung, Absatzmenge und Umsatz abhängig, was ihre Darstellung in einem gesonderten Würfel erfordert. Kostenrechnung ist ein stark verallgemeinernder Begriff, der verschiedene Rechnungssysteme zusammenfasst. Das Kürzel KLEER bezeichnet diese Systeme:

- K Kosten-
- L Leistungs-,
- E Erlös- und
- E Ergebnis-
- R Rechnung.
KostenartEine Kostenart bezeichnet die Art der in einer Kostenstelle oder in einem Kostenträger auftretenden Kosten auf. Die wichtigsten Kostenartengruppen sind:

1. Personalkosten (Löhne & Gehälter, Zulagen, Überzeiten, Temporärpersonal, Sozialleistungen),
2. Materialkosten (Roh- und Hilfsmaterial, Betriebsstoffe, ab Lager bezogene Baugruppen und Einzelteile),
3. Fremdleistungen (Leistungen von Dritten, die nicht zu Material oder Reparaturen gehören)
4. Unterhalts- und Reparaturkosten
5. übrige Kosten (Spesen, Reisespesen, Bewirtung, Mieten, Porti, Telefon, usw.)
6. Umlagekosten (Kostenbelastungen von anderen Kostenstellen für innerbetriebliche Leistungen wie z.B. Gebäudekosten, Lagerkosten, Leitungs- und Administrationskosten)
7. kalkulatorische Abschreibungen (betrieblich notwendige Abschreibungen für die in der Kostenstelle installierten Anlagen und eventuellen Lagerbestände)
8. kalkulatorische Zinsen (betrieblich notwendige Verzinsung des in einer Kostenstelle investierten Vermögens).

Die Kostenartenrechnung erfassst und gliedert alle im Laufe einer Periode angefallenen Kostenarten. Die Fragestellung lautet: Welche Kosten sind entstanden? Die Kostenartenrechnung ist also keine besondere Art von Rechnung, sondern lediglich eine geordnete Darstellung der Kosten. Die Kostenerfassung geschieht durch die Kontierung der Belege in den vorgelagerten Rechnungswesensystemen (Kreditoren -, Lohn -, Materialbuchhaltung usw.).
KostenstellenrechnungDie Kostenstellenrechnung ist einer der drei Hauptteile der Kostenrechnung und dient der Steuerung und Kontrolle der Kostenstellenkosten (Kostenstellenbudgets) sowie als Basis zur Berechnung von Kostensätzen, Zuschlags- und Verrechnungssätzen für die Kalkulation. Sie beantwortet die Frage, wo Kosten entstanden sind oder entstehen sollen. Kostenstellen sind Orte, wo die Kosten entstehen und werden nach den zu verrichtenden Arbeiten gebildet.

Erstes Gliederungskriterium ist der Organisationsplan eines Unternehmens. Für jeden Verantwortlichkeitsbereich wird mindestens eine Kostenstelle gebildet. Dann ist zu fragen, ob die Leistung der Stelle mit einer Bezugsgrößeneinheit eindeutig gemessen werden kann und ob diese Bezugsgröße zudem die Kostenverursachung in der Stelle richtig darstellen kann. Wenn nicht, ist eine Aufteilung in mehrere Kostenstellen nötig, oder es besteht kein
verursachungsgerechter Zusammenhang zwischen Kosten der Stelle und Leistung der Stelle.
KostenträgerrechnungUnter einem Kostenträger versteht man, abhängig vom Auswertungszweck, ein einzelnes Stück, einen Auftrag (Kunden- oder Fertigungsauftrag), eine Charge, ein Produkt oder eine Produktgruppe. In Dienstleistungsunternehmen sind Kostenträger z.B. ein Projekt, eine Theateraufführung, eine Operation im Krankenhaus, ein bearbeiteter Bauantrag in der Stadtverwaltung. Mit der Kostenträgerrechnung soll gezeigt werden, wofür - für welche
Produkte und Leistungen - die Kosten entstehen. Man will erkennen können, wie hoch die Kosten sind, die ein Produkt als Produktkosten verursacht bzw. als zugeschlüsselte Strukturkosten zu tragen hat.

Kostenträgerrechnung ist ein Sammelbegriff für:

1. Kalkulation (Einzelstück- oder Auftragsbetrachtung)
2. Stückkalkulation, Vor-, Zwischen- und Nachkalkulation eines Auftrags
3. Kostenträgerzeitrechnung (Nachweis der Kosten aller in einer Periode hergestellten Produkte)
4. Plankostenträgerrechnung, Istrechnung, Soll - Ist - Vergleich, Bewertung der Bestandsänderungen.

Wenn Kosten und Leistungen exakt pro Fertigungsauftrag erfasst werden, kann dieser mitlaufend nachkalkuliert werden und es ist ebenso möglich, verdichtete Nachkalkulationen für Kundenaufträge, für Halb- und Fertigprodukte oder für ganze Produktgruppen aufzubauen. Die Wahl der untersten hierarchischen Ebene in der Kostenträgerrechnung
(meistens der Fertigungsauftrag) bestimmt den möglichen Detaillierungsgrad der Auswertungen.

Der Begriff Kostenträger ist typisch für absenderorientiertes Denken im Rechnungswesen. Man will sämtliche Kosten des Unternehmens auf die Kostenträger verrechnen, um erkennen zu können, inwiefern diese Kosten auch durch die Marktpreise gedeckt werden. Dies kann aber nie richtig gelingen, weil kein direkter Verursachungszusammenhang zwischen hergestellter und verkaufter Menge und Strukturkosten besteht.

Berechnet man in der Kostenträgerrechnung die vollen Herstell- oder die Selbstkosten, muss man sich immer
darüber klar sein, daß die entstehenden Werte nie exakt sein können. Die Nachkalkulation stellt die Istkosten eines Produktes oder Auftrags fest. Mit der Auftragsnachkalkulation wird ermittelt, inwiefern die Istkosten eines Auftrags von den vorkalkulierten Kosten dieses Auftrags abgewichen sind.
Kostentreiber (cost driver)Cost driver oder Kostentreiber sind in der Prozesskostenrechnung verwendete Einflussfaktoren (Bezugsgrößen), die die Veränderung bzw. den Anstieg der Strukturkosten darstellen sollen.

Dahinter steckt die Denkweise, dass die Strukturkosten von den Vorgängen getrieben werden. Wenn z.B. die durchschnittliche Auftragsgröße sinkt, müssen für den gleichen Umsatz immer mehr Rechnungen geschrieben werden, was bei Erschöpfung der vorhandenen Kapazität zu zusätzlichem Personalbedarf und damit zu höheren Strukturkosten führt. Controller sollen deshalb aufzeigen, wie sich das Anspruchsdenken der Führungskräfte (und der Kunden) in Zusatzleistungen und damit sprungweise in höheren Strukturkosten auswirkt.
KTQKTQ steht für "Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus". Diese Gruppierung wurde Mitte der 90er Jahre, mit dem Ziel der kontinuierlichen Qualitätsverbesserung in Krankenhäusern, gegründet. Das KTQ-Modell ist ein praxisbezogenes Verfahren zur Beurteilung der Qualität und der Sicherheit. Weitere Ziele sind die Erhöhung der Transparenz der Leistungsqualität, die Optimierung der medizinischen Leistung i.S des Patienten und die Motivation neue Elemente der Qualitätssicherung zu implementieren.
KundeOrganisation oder Person, die ein Produkt empfängt.
KundendeckungsbeitragsrechnungMit der Kundendeckungsbeitragsrechnung soll dargestellt werden, welchen Deckungsbeitrag ein bestimmter Kunde erbringt, nachdem alle Kosten, die eindeutig, das heisst per Beleg nachweisbar, für diesen Kunden entstanden sind, von den Erlösen abgezogen sind. Kundengruppenbetrachtungen sind wichtige Auswertungen für die Gestaltung der
Marktbearbeitung und für die strategische Führung. Dazu teilt man die Kunden in diejenigen Gruppierungen ein, die als interessant erscheinen. Eine mögliche Gliederung könnte sein:

A-Kunden = über 250"000 Fakturaerlös,
B-Kunden = 50"000 bis 250"000 Fakturaerlös,

Erlösträger: Womit?

Basis:
- einzelne Fakturazeile pro Kundenauftrag
- nur ein Artikel pro Zeile

Verdichtung mehrdimensional nach:

- Produkten, Produktgruppen, Sortimenten
- Kunden, Kundengruppen
- Verkaufsgebieten, Regionen, Ländern
- Absatzkanälen
- Profit Centers, Gesellschaften
- strategischen Geschäftsfeldern

Kostenträger: Wofür?

Basis:
- Fertigungsauftragsnummer
- nur ein Artikel pro Kostenträger
- innerbetriebliche Aufträge
- Projekte

Verdichtung: nach Artikel, Produkten, Produktgruppen, Sortimenten
Kostenstellen: Wo?
Basis: Organigramm und nur eine Bezugsgrösseneinheit pro Kostenstelle
Verdichtung: nach eindeutiger Zuordnung (ohne Schlüsselung)

zu:
- Abteilungen
- Produktgruppen
- Funktionsbereichen
- Profit Centers
- Verkaufsgebieten, Regionen
- Absatzkanälen
- StrategischenGeschäftsfeldern

Kostenarten: Welche?

Gliederung:
- nach Versorgungs partnern
- nach primären Kostenarten und
- nach Umlagekostenarten

Verdichtung zu: Kostenartengruppen

C-Kunden = 10"000 bis 50"000 Fakturaerlös,
D-Kunden = unter 10"000 Fakturaerlös,
E-Kunden = Neukunden (Kundennummer wird erst im Berichtsjahr zugewiesen).

KundenzufriedenheitWahrnehmung des Kunden zu dem Grad, indem die Anforderungen des Kunden erfüllt worden sind.
KVP/KEPHinter dem Kürzel KVP steht der kontinuierliche Verbesserungsprozess, eine brauchbare Übertragung des Begriffs Kaizen ins Deutsche. KEP steht für kontinuierlicher Erneuerungsprozess, was dem Kaikaku entspricht. Es ist jedoch zu empfehlen, die japanischen Begriffe zu verwenden, weil sie der Komplexität der Methoden eher Rechnung tragen (Tominagu, 1996).

 
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