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HACCP(Hazard Analysis and Critical Control Points)

Diese Risiko-Analysemethode ist in der Lebensmittel-Industrie besonders verbreitet, da dort in vielen Bereichen eine sichere Endkontrolle nicht möglich ist.

Das HACCP-Konzept wird als Instrument benutzt, um die kritischen Punkte eines Prozesses und damit die Festlegung bestimmter Kontrollen zu ermitteln. Die Hauptansatzpunkte sind die Ausgangsmaterialien und die Bedingungen des Produktionsprozesses, die in Kenntnis der Risiken zu steuern sind. Bei den Rohstoffen müssen Ursprung, Gewinnung, Veredelung, Lagerung und Transport festgelegt und vertraglich gesichert werden. Für den Prozess sind Herstellung, Behandlung, die Darreichungsform und das Verteilsystem qualitätsbestimmend.

Die Weltgesundheitsorganisation hat das Konzept, das auf Veranlassung der NASA bei der Herstellung von Lebensmitteln für die bemannte Raumfahrt entwickelt wurde, 1982 für die Anwendung in der Nahrungsmittelindustrie publiziert.
HandbuchSiehe unter Qm-Handbuch
HandbuchprüfberichtDieser Bericht des Audit-Leiters wird als Ergebnis der Handbuchprüfung meist in Zusammenarbeit mit dem Co-Auditor erstellt. Er weist eventuelle systematische Mängel aus, die sich als Abweichung zur Norm darstellen. Bei geringeren Abweichungen werden vom Auditor in der Regel Empfehlungen abgegeben, die meist sehr sinnvoll, aber nicht zwingend zu übernehmen sind.

Die schwerwiegenden Abweichungen müssen unbedingt beseitigt werden, da sie zum Scheitern der Zertifizierung führen können. Über alle anderen Punkte sollte man mit dem Auditor durchaus diskutieren, da es unvermeidlich auch eine Subjektivität der Auditoren gibt. Die Entscheidungen müssen sich im Zweifel an der Norm orientieren, wobei in kritischen Fällen Schiedsstellen der Zertifizierer befragt werden können.
HandbuchprüfungNach Vorlage des Handbuchs bei der Zertifizierungsstelle prüft der Audit-Leiter nach den Texten des Handbuchs das Qualitätsmanagementsystem. Beide Auditoren erhalten ein Handbuch, wobei zu diesem Zeitpunkt die Verfahrens-
anweisungen ziemlich komplett sein sollten. Eventuell kann man für den Rest der Anweisungen einen verbindlichen Termin des Nachreichens ankündigen. Grundsätzlich müssen die Handbücher nicht nach der DIN-EN-ISO-9000-Reihe gegliedert sein. Bedingung ist lediglich, dass die Handbücher und Verfahrensanweisungen zusammen alle Elemente ausreichend abarbeiten.

Es ist sogar meist sehr sinnvoll, eine andere Gliederung zu wählen, um eine einheitliche Managementstruktur für alle Themen und Normen- bzw. Gesetzesbereiche zu haben. Es ist ebenfalls nicht erforderlich, dass es zu jedem Element der Norm eine Verfahrensanweisung gibt, einige erfordern dagegen u. U. mehrere. Es hängt von der Ausführlichkeit des Handbuchkapitels ab, ob ein Element detaillierter beschrieben werden muss.

Da das Handbuch Kunden zur Information (= Werbung für das Unternehmen) häufig überlassen wird, werden vertrauliche Details nur in Verfahrensanweisungen niedergelegt. Diese werden den Kunden in der Regel nicht gezeigt, müssen aber dem Auditor zur Zertifizierung zugänglich sein. Ein Faktor für den Umfang der Verfahrensanweisungen ergibt sich daher vielfach aus dem Bedarf der Geheimhaltung, den man für seine Produkte und Prozesse gewährleisten will.
HazardGefahr: Ein Agens oder ein Faktor von biologischer, chemischer oder physikalischer Natur mit der Eigenschaft, eine Gesundheitsschädigung hervorrufen zu können.
Herstellkosten / HerstellungskostenDie Herstellkosten sagen aus, was ein Produkt oder eine Dienstleistung kostet, wenn die Kosten aller Funktionen berücksichtigt werden, die an der Erstellung des Fertigprodukts beteiligt sind.

Das sind:

1. Die Einzelmaterialkosten und die proportionalen Fertigungskosten, die zusammen die Produktkosten ergeben,
2. Die Materialgemeinkosten, die Strukturkosten der Funktionen Einkauf und Lagerung,
3. Die Fertigungsstrukturkosten, die Strukturkosten der Fertigungssteuerung, der Arbeitsvorbereitung, der Konstruktion und Entwicklung (soweit nicht durch den Auftrag verursacht) und die Kosten der Betriebsleitung.

Mit dem Begriff Herstellkosten, umschreibt man meist die vollen Herstellkosten, d.h. die Kosten für alle Funktionen der Leistungserstellung. Diese werden für die Erstellung der vollkostenbasierten Ergebnisrechnung und eventuell für die Bilanzierung (Bestandsbewertung) benötigt (Cost of goods sold = volle Herstellkosten der verkauften Produkte).
Die proportionalen Herstellkosten, gleichbedeutend mit Produktkosten, sind zur Ermittlung des Deckungsbeitrags I erforderlich. Herstellungskosten ist ein Begriff aus dem deutschen Handelsgesetzbuch (§ 255, Abs 2 HGB). In die Herstellungskosten dürfen (bei Vollkostenbetrachtung) im Gegensatz zur in anderen Ländern und im betrieblichen Rechnungswesen üblichen Methodik der Herstellkostenbewertung keine kalkulatorischen Zinsen und Wagnisse, dafür aber angemessene Anteile für Verwaltungskosten eingerechnet werden. Nach IAS und US-GAAP sind Bestände zu vollen Herstellkosten, aber ohne Einrechnung kalkulatorischer Zinsen zu bewerten.

 
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