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DeckungsbeitragDer Deckungsbeitrag bezeichnet einen Überschuß einer Erlösgröße über diejenigen Kosten, die dieser eindeutig und ohne Schlüsselung von Strukturkosten gegenübergestellt werden können. Deckungsbeitrag I, auch DB I errechnet sich, indem vom Nettoerlös die proportionalen Herstellkosten (Produktkosten) abgezogen werden. Der DB I zeigt an, was der einzelne Artikel, das Produkt etc., zur Deckung der Strukturkosten eines Unternehmens sowie zur Erzielung von Gewinn beitragen. Er ist die maßgebliche Größe für die Produktbeurteilung.

Im Handel entspricht der Deckungsbeitrag I der Differenz zwischen dem Verkaufspreis netto und dem Einstandspreis eines Gutes und wird als Handelsspanne bezeichnet.

Produktbeurteilung mittels Deckungsbeitrag I:

Der DB pro Einheit ist wichtig, wenn bei einem Kunden oder in einem Marktsegment ein mengenmäßiger Engpass besteht. Die Produkte mit größerem DB I pro Einheit sind dann förderungswürdig.

Der DB I in Prozent des Umsatzes (DBU) ist die wesentliche Kennzahl, wenn der Engpass der Umsatz des Kunden, das Marktvolumen oder der Marktsättigungsgrad sind. Sie wird auch mit DBU bezeichnet und zeigt an, welche Produkte den relativ größeren Beitrag zum Erfolg erbringen. Der DB I pro Bezugsgrößeneinheit einer Kostenstelle ist dann relevant, wenn die verfügbare Kapazität dieser Kostenstelle den Engpass bildet.

Der DB I pro Materialeinsatzeinheit (Kilogramm, Stück, Laufmeter) kommt in solchen Fällen dann zum Einsatz, wenn das Ergebnis mit beschränkt verfügbaren Materialarten maximieren werden soll. Bestehen gleichzeitig mehrere Engpässe, die sich gegenseitig beschränken, entstehen Optimierungsfragen, die mit den Methoden der linearen Programmierung zu lösen sind.

DeckungsbeitragsrechnungDie Deckungsbeitragsrechnung ist das Instrument zur Planung und Steuerung des Unternehmens zum Gewinnziel hin mit der Doppelaufgabe:

1. Entscheidungen in ihrer Auswirkung auf den Gewinn besser beurteilen zu helfen (Decision Accounting),
2. Ziele in Zahlen zur Leistungsbeurteilung von Führungskräften zu formulieren (Responsibility Accounting).

Deckungsbeitragsrechnung ist die Verknüpfung von marktorientierter Denkweise mit betrieblichen Mengen und Werten; sie führt zum Denken vom Kunden her. Die Aussageform der gut ausgebauten Deckungsbeitragsrechnung macht Marktplanung sowie technische und organisatorische Strukturen daraufhin transparent, ob sie insgesamt zum Ergebnisziel führen.

Stufenweise Deckungsbeitragsrechnung

Da sich die Strukturkosten nicht in direkter Abhängigkeit von der Anzahl verkaufter oder produzierter Einheiten verändern, und man deshalb die echten vollen Kosten einer Produkteinheit nie ermitteln kann, wurde die stufenweise Deckungsbeitragsrechnung zur Verbesserung der Steuerungsmöglichkeiten entwickelt. Deckungsbeitragsstufen ergeben sich, wenn vom DB I Strukturkostenblöcke abgezogen werden, die dem jeweiligen Betrachtungsobjekt eindeutig und ohne Schlüsselung zuordenbar sind. So kann man zwar noch immer noch erkennen, wieviel ein bestimmtes Stück an Gewinn gebracht hat, doch läßt sich der Beitrag, den ein Artikel, ein Produkt, eine Produktgruppe oder ein Sortiment zur Deckung der Strukturkosten leistet, als plan-,kontrollier- und verantwortbare Volumengröße bestimmen. Sehr aussagekräftige Deckungsbeitragsstufen entstehen, wenn die gesamte Rechnung in Form der Verkaufserfolgsrechnung VER gestaltet wird. Diese verfolgt das Ziel, den Erfolg und das Maß der Zielerreichung einer oder mehrerer Verkaufsorganisationen nach einzelnen Erfolgsquellen aufzuzeigen. Dazu müssen alle Veränderungen isoliert werden, die nicht auf vom Verkauf beeinflußbaren oder beobachtbaren Faktoren beruhen. Dafür werden in der
VER die Produktkosten immer standardisiert, d.h. wie geplant - auch bei Auftragsfertigung wie zum Beginn der Produktion vorkalkuliert - von den Nettoerlösen abgezogen und die Strukturkosten der anderen Funktionsbereiche im Plan und im Ist immer als Planwerte aufgeführt. Abweichungen zwischen Soll und Ist, die nicht dem Verkauf zugeordnet werden können, schlagen somit auch nicht in die VER durch, sondern werden im Abweichungsresümee ausgewiesen.

Die VER ist als mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung in der Form des Umsatzkostenverfahrens aufgebaut und weist als Bruttorechnung alle Ergebnisfaktoren auf, die der Verkauf zur Beeinflussung seines Resultats steuern kann.
Die Anzahl der zu bildenden Deckungsbeitragsstufen ergibt sich durch die Organisationsstruktur des Unternehmens, deren Verantwortlichkeitsbereiche sich ja in der Struktur der DB-Stufen wiederfinden sollen.

Da immer öfter auch mehrdimensionale Deckungsbeitragsrechnungen erstellt werden müssen, empfiehlt es sich, die Deckungsbeitragsstufen nicht zu numerieren, sondern sie mit sprechenden Namen zu versehen. Die Verkaufserfolgs-
rechnung soll möglichst alle durch den Verkauf beeinflußbaren Größen darstellen und zeigen, inwiefern es dem Verkauf gelingt, seine Ziele zu erreichen.

Zu den Inhalten der verschiedenen Deckungsbeitragsstufen:

1. Vom DB I werden zuerst die Produktstrukturkosten abgezogen also Kostenteile, die eindeutig einem bestimmten Produkt gewidmet sind, namentlich Kosten für Promotionsmaßnahmen, um bestimmte DB I-Prioritäten durchzusetzen.

2. Zu den Produktgruppen- oder eventuell Produktspartenstrukturkosten gehören Einzelkosten der jeweiligen Produktgruppe wie z.B. Werkzeugkosten, Sondereinzelkosten, Kostenstellenkosten, Werbe- und Verkaufsförderungskosten. Sie können nicht mehr dem einzelnen Produkt, wohl aber der Produktgruppe als Ganzes
zugeordnet werden.
Als Verkaufsstrukturkosten werden alle für denVerkauf der Produkte und Leistungen entstehenden und von der Verkaufsleitung direkt beeinflußbaren Strukturkosten zuammengenommen, da sie nur noch der Summe aller Verkäufe
eindeutig zuordenbar sind.

Unter der Rubrik übrige geplante Strukturkosten werden alle verbleibenden liquiditätswirksamen Kosten des
Unternehmens zusammengefaßt, die weder einer einzelnen Sparte oder hierarchisch darunter liegenden Einheiten noch der Verkaufsorganisation als Einzelkosten zugeordnet werden können. Diese Kosten scheinen in der Verkaufserfolgsrechnung sowohl im Plan als auch im Ist als Plangröße auf, da sie vom Verkauf nicht direkt zu beeinflussen sind.

Reicht der verbleibende Deckungsbeitrag dazu aus, den Ziel - Cash Flow zu decken, ist die Planung als Ganzes zielführend.

Mehrdimensionale Deckungsbeitragsrechnung:

Da einerseits die Marktbearbeitung in unterschiedlichen Formen geschieht und andererseits für die strategische Planung nicht nur die Produktedimension maßgeblich ist, ergibt sich ein zunehmender Bedarf nach mehrdimensionaler Darstellung der Deckungsbeiträge. So muß es - je nach der Arbeits-, Denk- und Vorgehensweise in einem Unternehmen - möglich sein, mehrstufige Deckungsbeitragsrechnungen nach Verkaufsgebieten, Regionen, Absatzkanälen, Anwendungsgebieten, Kundenbedürfnissen oder strategischen Geschäftsfeldern erstellen zu können.

Solche mehrdimensionalen Deckungsbeitragsrechnungen werden nach dem schon erwähnten Prinzip erstellt, dass von den DB I in Stufen nur diejenigen Strukturkosten abgezogen werden, die dem jeweiligen Betrachtungsobjekt eindeutig und ohne Schlüsselung zuordenbar sind. So entstehen eindeutige, von Führungspersonen verantwortbare Deckungsbeitragsziele pro Verkaufsgebiet, Profit Center, Absatzkanal, strategisches Geschäftsfeld usw. Proportionale Kosten Gewinnbedarfsbudget (ROI-Ziel) Abschreibungsbudget, Verkaufs-Strukturkosten, Management-Erfolg, Erlöse/Kosten, Leistungseinheiten, Ist- u. Planleistung, Kostenträger-Strukturkosten, Produktions - & Verwaltungsstrukturkosten, Netto-Erlöse etc..
Design of ExperimentsVersuchsmethodik, mit deren Hilfe die Anzahl der Versuche reduziert und somit die Entwicklung unter dem Aspekt der Qualität wirtschaftlicher gestaltet werden kann.
DienstleistungDie durch Tätigkeiten an der Schnittstelle zwischen Lieferant und Kunde sowie durch den Lieferanten intern erbrachten Ergebnisse zur Erfüllung der Erfordernisse des Kunden.
DIN EN 45013Die DIN EN 45013 ist die europäische Norm zur Regelung und Kontrolle der Sachverständigeneigenschaft.

Sie wurde mit dem Ziel erstellt , das Vertrauen in eine Stelle, die Personal zertifiziert, zu stärken, dh. sie muss die nötige Kompetenz, Ausbildung und Erfahrung haben.

Sie gilt für Zertifizierungsstellen, die Systeme zur Zertifizierung von Personal betreiben und durch Begutachtung und wiederkehrende Überwachung bestätigen, dass das Personal kompetent ist, die geforderten Aufgaben zu leisten.

Die Kenntnisse eines Sachverständigen zur Erlangung der Zertifizierung werden von der Zertifizierungsstelle intensiv geprüft. Es werden regelmäßig Arbeitsproben kontrolliert. Der Sachverständige unterliegt einer ständigen Weiterbildungspflicht, die vom Zertifizierungsgeber kontrolliert wird. Er muss einen Kompetenznachweis aufgrund festgelegter Qualifikationsanforderungen erfüllen. Somit wird die effiziente Personalplanung erleichtert. Die Bestätigung durch die Zertifizierungsstelle erfolgt in Form eines Kompetenzzertifikates und wird in einem Verzeichnis für kompetentes Personal veröffentlicht.
DIN EN 46001 bzw. 46002Seit dem 1. Februar 2001 ersetzt die DIN EN ISO 13485 bzw. 13488 die Norm DIN EN 46001 bzw. 46002.

siehe DIN EN ISO 13485 bzw. 13488
DIN EN ISO 13485 bzw. 13488QM-Systeme für Medizinprodukte

Informationen zur DIN EN ISO 13485 bzw. 13488

Seit dem 1. Februar 2001 ersetzt die DIN EN ISO 13485 bzw. 13488 die Norm DIN EN 46001 bzw. 46002.

Wie die Normen DIN EN 46001 bzw. 46002 sind auch die DIN EN ISO 13485 bzw.13488 Normen für Qualitätsmangement-Systeme, die auf der ISO 9001 und 9002 gründen, allerdings zusätzlich die spezifischen Anforderungen für Medizinprodukte berücksichtigen.

Vergleichbar zur DIN EN 46001/46002 unterscheiden sich die neuen System-Normen im Geltungsumfang:

Sind Sie Hersteller oder Dienstleister mit eigener Entwicklung, ist die ISO 13485 für Sie angebracht, haben Sie keine eigene Entwicklung (z.B. Vertriebsorganisationen), ist die ISO 13488 sinnvoller.

Die ISO 13485/13488 entsprechen in weiten Teilen den europäischen Normen DIN EN 46001/46002.

Gegenüber der DIN EN 46001 wurden folgende Änderungen vorgenommen :

a) Ein Abschnitt Computersoftware zur Verwendung bei der Prozesssteuerung wurde eingefügt.
b) Die Abschnitte über Verpackung, Versand, Schulung und Statistik wurden angepasst.
c) Bei der Designlenkung muss die Notwendigkeit von Risikoanalysen beurteilt werden.

Die Prozessorientierung, im Hinblick auf die ISO 9001:2000, ist bei den neuen Normen noch nicht berücksichtigt. Es ist zu erwarten, dass die seit Februar 2001 in Kraft gesetzten Normen 13485/13488 die Prozessorientierung ab dem 2. Halbjahr 2002 berücksichtigen. Mit nochmaligen Änderungen dieser Normen ist also zu rechnen.

Damit Ihnen kein Mehraufwand durch eine Neuzertifizierung nach ISO 13485/13488 entsteht, hat die EN 46001 für eine Übergangszeit von 3 Jahren weiterhin Gültigkeit. In diesem Zeitraum, Februar 2001 bis Januar 2004, können Sie gegenüber der Zertifizierungsstelle selber entscheiden, nach welcher Norm das anstehende Audit im Rahmen eines Wiederholungsaudits durchgeführt wird.

DIN EN ISO/IEC 17025DIN EN ISO/IEC 17025 ? Norm für die Akkreditierung von Prüflaboratorien

Prüfstein der Prüfer
Mit der Verabschiedung der Internationalen Norm ISO/IEC 17025 Ende 1999 und deren Übernahme als Europäische (damit auch als Deutsche) Norm gilt künftig weltweit eine einheitliche Grundlage zum Nachweis der technischen und fachlichen Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien. In Deutschland erscheint die DIN EN ISO/IEC 17025
"Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien" in einer dreisprachigen Fassung.

Die neue Norm berücksichtigt die langjährigen Erfahrungen mit der Anwendung des ISO/IEC-Leitfadens 25 (allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüflaboratorien) und der Europäischen Norm EN 45001 (allgemeine Kriterien zum Betreiben von Prüflaboratorien), die sie nun beide ersetzt. Ihre Einführung wird die Transparenz im internationalen Wettbewerb des Prüf- und Kalibrierwesens deutlich erhöhen.

DIN EN ISO/IEC 17025 ist auf alle Laboratorien, unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiter sowie vom Umfang der Prüf- und/oder Kalibriertätigkeit, anwendbar. Ihre Anwendung soll die Betreiber der Laboratorien dabei unterstützen, die administrativen und technischen Systeme zu entwickeln, die die Qualität ihrer Arbeitsergebnisse sicherstellen und den Nachweis ihrer Kompetenz Dritten gegenüber ermöglichen.

Betroffen von den Änderungen im Anforderungsprofil sind nicht nur die Laboratorien selbst, sondern auch der weitere Kreis der Zertifizierungs- und Akkreditierungsstellen, der QM-Auditoren, der Bewertungsstellen für die Konformität von Produkten und Dienstleistungen, letztendlich alle, die sich auf die Richtigkeit von Prüf- und Kalibrierergebnissen verlassen müssen.

 
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